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Geschichte
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Ortsgeschichte

Zwei Dorfteile, zwei Geschichten – eine Heimat. Es wird darüber berichtet, dass Chamues-ch schon vor La Punt existiert hat. Von den beiden Dorfteilen stellt Chamues-ch die Hauptsiedlung dar.

La Punt Chamues-ch ist romanischen Ursprungs, was heute noch aus dem Namen ersichtlich ist. Die meisten Einwohner sind zweisprachig. 

Ende 1983 wurde Romanisch als Amtssprache eingeführt. 1994 erhielt indes auch Deutsch diesen offiziellen Status. 

1137


1139


Urkundlich wird Chamues-ch erstmals 1137/39 erwähnt. Damals kaufte der Bischof von Chur die Güter der Grafen von Gamertingen im Oberengadin, wozu auch Chamues-ch gehörte.

1137


1139


Der Bischof Conrad von Chur kauft La Punt von den Grafen von Gamertingen (Schwaben). Chamues-ch ist erwähnt mit «Campolovasco». Die Auslegung «Champ da l'uvas-ch» ist jedoch falsch. Weitere Erwähnungen der Gemeinde in «Ils Terms» von Dr. J. Robbi, Chur 1916, Buchdruckerei Sprecher, Eggerling & Co.: 1293, 1296, 1297, 1298, 1370, 1382 etc

1251


Adam da Chamues-ch. Er war einer der bestbekannten Bürger von Chamues-ch. Er brachte den schlechten Vogt von Guardaval um (Burg auf dem Felsen ob Madulain, welche 1251 vom Bischof Volkard von Neuenburg aus Chur erbaut wurde). Durch die heldenhafte Tat wurde die ganze Gegend von der Unterdrückung und Sklaverei befreit.

1438


Erfolgte die Teilung des Oberengadins in Sur und Suot Funtauna Merla. La Punt Chamues-ch gehört zu Suot Funtauna Merla, deren Hauptort Zuoz ist. Las Agnas - ein politisch und kulturell sehr wichtiger Ort während Jahrhunderten – liegt auf Gemeindegebiet von Bever.

1440


Überlieferungen zufolge dürfte etwa um 1440 der Brückenkopf von La Punt entstanden sein; die Verbindung zu Chamues-ch war hergestellt. Während sich in La Punt entlang des Inns die wohlhabenden Familien niederliessen, war Chamues-ch hauptsächlich von Bauern besiedelt.

1525


Philipp Galizius von Chamues-ch hat von hier aus die Reformation im Engadin begonnen. Einer seiner grössten Widersacher war der Dekan Bursella von Chamues-ch, welcher auch an den Zwistigkeiten von Ilanz 1526 teilnahm.

1538


1543


Teilung des Oberengadins in seine 10/11 politischen Gemeinden (Madulain blieb eine Fraktion von Zuoz).

Anmerkung: Die Teilung des Territorialgebietes zwischen den Gemeinden war sehr schwierig (Gian Travers nahm daran teil). So ist die Tatsache zu erklären, dass La Punt Chamues-ch z.B. im Besitze von Waldungen im Val Susauna, im Val Müschauns, in Chaschauna, dem Wald Murtiröl etc. ist. Dagegen haben Zuoz und Madulain Besitzungen im Val Chamuera (lit.: «Beitrag zur Kenntnis des Waldeigentums in GR», von Dr. R.Z. Ganzoni, Celerina).

1566


Unheilvolle und gewaltige Überschwemmung der Chamuera (D. Chiampell).

1576


Auf einem Scheiterhaufen werden alle Gemälde und Statuen der Heiligen verbrannt. Es bleiben keine Spuren der Heiligen mehr übrig. Der Domherr J.G. Meyer behauptet in seiner Geschichte über das Bistum von Chur, dass sich in einer Kirche in Livigno Altäre befinden, die von La Punt Chamues-ch stammen.

(Gemäss Chronist Serardi (1742) diente das Chamueratal als Verbindung nach Livigno und auch zum Puschlav).

1641


Ulrich von Albertini in den Adelstand erhoben. (1642 Chesa Merleda gebaut)

1767


Satzung/Verordnung «aschantamaints». Von 1772 bis 1777 wurden Zusätze und Änderungen vorgenommen. Diese «aschantamaints» sind wegen ihrer demokratischen Denkart bemerkenswert. Allerdings ist die Bevölkerung streng geteilt in Bürger und Auswärtige. Aus den Satzungen kann man entnehmen, dass die Gemeinde ganz bäuerlich war, dass Getreide und Erbsen angebaut wurden. Ein Artikel handelt von der Gründung der Gemeindeschule.

1767


Überschwemmung

1799


Französische und österreichische Truppen kämpfen in der Eidgenossenschaft und in den Drei Bünden. Der französische General Lecourbe versammelt seine Truppen in La Punt. Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern (General Laudon) auf der Ebene zwischen La Punt und Madulain. Die Kirche La Punt erleidet durch diese Schlacht Schäden.

1800


Grosse Feuersbrunst

1834


Orlandi von Bever, der eine Alp im Chamueratal besitzt, baut dort Roggen an. Grosse Überschwemmungen des Chamuerabaches.

1861


Beginn des Tourismus in La Punt Chamues-ch. Max Gartmann erstellt das Hotel Albula in La Punt. Ab 1896 ist das Hotel mit 20 Betten im Besitze der Familie J. Lony-Pirani. Die «Krone» gehört zu dieser Zeit Chr. Zippert (20 Betten) und der «Steinbock» Hans Michel (6 Betten). Selbstverständlich existierten dazumal schon mehr Gaststätten. Ein Aushängeschild (L'hom sulvedi – der wilde Mann) einer Wirtschaft (1659) befindet sich im Landesmuseum in Zürich.

1864


1866


Erstellung der Albulapassstrasse von Bergün nach La Punt, 23.4 km zu CHF 319'000.–

1870


1872


Das Albula-Hospiz wird gebaut. Teilweiser Umbau 1988.

1888


Grosse Überschwemmung des Chamuerabaches

1890


Beginn der Kanalisierung des Chamuerabaches

1913


Die Rhätische Bahn fährt durch das Tal.

1927


Erstes Automobil Gesamtschule Plaiv

1960


1961


Inbetriebnahme Skilift Müsella

1969


Neubau Schulhaus mit Turnhalle

1972


Einführung des Frauenstimmrechts auf Gemeindeebene (27.7.1972)

1983


Einführung der romanischen Amtssprache (21.12.1983)

1984


Brand Hotel Albula, Wiederaufbau noch im gleichen Jahr

1988


Neubau Gemeindehaus mit Post, Verkehrsverein und Bank

1989


Einführung des Stimmrechtsalters 18 Jahre auf Gemeindeebene (25.10.1989)

1993


Erweiterung Schulhaus

1997


Neubau Kindergarten und Sportplatz Erstellung Umfahrungsstrasse Truochs

1999


Renovation des alten Gemeindehauses

2007


Neubau Wassperpumpwerk, Neubau Chesa Arsüras und Chesa Tamarisca (Politische Gemeinde + Bürgergemeinde)

2020


2024


Neubau von Erstwohnungen und Gewerberäumlichkeiten Capricorn, Capri, Capricorna sowie Tschierv, Tschiervin und Tschierva im Quartier Truochs/La Resgia

2025


Baubeginn InnHub

Brauchtum und Kultur
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