Spatenstich:
Baubeginn Umfahrungsstrasse
Am Montag, 1. September starteten mit dem offiziellen Spatenstich die Bauarbeiten für die Umfahrung von La Punt Chamues-ch. Das Projekt soll 2033 fertiggestellt sein.
Schon seit über 40 Jahren lag die Idee für eine Umfahrungsstrasse von La Punt Chamues-ch im Bündner Tiefbauamt auf dem Tisch. In den 1980er Jahren erstmals zu Papier gebracht, wird sie nun Realität, denn am 1. September fand in feierlichem Rahmen der offizielle Spatenstich in La Punt Chamues-ch statt. Neben Gemeindepräsident Peter Tomaschett und Kantonsingenieur Reto Knuchel, trat auch Regierungsrätin Dr. Carmela Maissen, Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität ans Rednerpult. Sie lobte insbesondere das Durchhaltevermögen aller Beteiligten, welche das Projekt Umfahrungsstrasse nie aus den Augen verloren hätten. Nun gehe es darum, der Bevölkerung für ihre Geduld und ihr Vertrauen zu danken, so Maissen: «Indem wir den Durchgangsverkehr aus dem Dorfzentrum herausführen, geben wir dem Dorf etwas zurück: Ruhe, Sicherheit, Identität und Gestaltungsspielraum.»
Mit dem Bau der Umfahrung wird die Engstelle im Dorfzentrum vom Durchgangsverkehr befreit. Das Herzstück des Projekts bildet ein rund 584 Meter langer Tunnel, der am südlichen Dorfrand bei der Engadinerstrasse beginnt, unter dem Dorfzentrum sowie dem Albulabach hindurchführt und dann in einer leichten Rechtskurve entlang der bisherigen Engadinerstrasse verläuft. Nach dem Tunnel überquert die neue Trassee auf einer etwa 55 Meter langen Brücke den Inn und mündet in Höhe von Madulain wieder in die Engadinerstrasse ein.
Ergänzend werden die Gemeinde La Punt Chamues-ch und die Albulapassstrasse am nördlichen Dorfrand durch einen neuen Kreisel an die Engadinerstrasse angeschlossen, während das Dorf Madulain einen neuen T-Anschluss für beide Richtungen erhält. Die bestehende Inn-Holzbrücke bleibt für den Langsamverkehr erhalten. Die Länge des gesamten Umfahrungsprojektes beträgt 1,9 Kilometer.
Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 83,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten dauern etwa acht Jahre und dürften im Jahr 2033 fertiggestellt sein.
Zeitplan der einzelnen Bauetappen
2025
Als Vorbereitungsarbeiten werden der Installationsplatz und die Zwischendeponieflächen im Gebiet Arvins erstellt, ausserdem werden bestehende Feldwege angepasst, damit sie während der gesamten Bauzeit befahrbar bleiben.
2026
Als Vorarbeiten für den Tunnelbau wird im Gebiet Arvins der Voreinschnitt erstellt.
2027
Start der Trasseebauarbeiten auf der Nordseite (Madulain) mit dem Anschluss Kreisel Gianda und der Innbrücke Madulain.
2028
Start der Bauarbeiten am Tunnel La Punt ab Voreinschnitt Arvins. Auf der Nordseite (Madulain) wird der Voreinschnitt erstellt.
2029
Abschluss der Trasseebauarbeiten auf der Nordseite mit dem Anschluss Madulain.
2030
Rückbau der bestehenden Innbrücke Madulain inklusive Umgebungsarbeiten.
2032
Abschluss der Tunnelarbeiten.
2033
Trasseearbeiten auf der Südseite (Arvins) mit Bau des Anschlusses La Punt sowie Abschlussarbeiten.
Quelle Zeitplan: Tiefbauamt Graubünden