Das Projekt Umfahrungsstrasse
Die Umfahrungsstrasse in La Punt Chamues-ch Gehört zu den zentraleN Infrastrukturvorhaben des Kantons Graubünden.
Mit dem Bau der Umfahrung wird die Engstelle im Dorfzentrum vom Durchgangsverkehr befreit, was vor allem für Fussgänger, Velofahrer und den lokalen Verkehr die Sicherheit erhöht und die Lebens- und Wohnqualität in La Punt Chamues-ch verbessert.
Das Herzstück des Projekts bildet ein rund 584 Meter langer Tunnel, der am südlichen Dorfrand bei der Engadinerstrasse beginnt, unter dem Dorfzentrum sowie dem Albulabach hindurchführt und dann in einer leichten Rechtskurve entlang der bisherigen Engadinerstrasse verläuft. Nach dem Tunnel überquert die neue Trassee auf einer etwa 55 Meter langen Brücke den Inn und mündet in Höhe von Madulain wieder in die Engadinerstrasse ein.
Ergänzend werden die Gemeinde La Punt Chamues-ch und die Albulapassstrasse am nördlichen Dorfrand durch einen neuen Kreisel an die Engadinerstrasse angeschlossen, während das Dorf Madulain einen neuen T-Anschluss für beide Richtungen erhält. Die bestehende Inn-Holzbrücke bleibt für den Langsamverkehr erhalten.
Bereits seit den 1980er Jahren gibt es Überlegungen zu einer Umfahrung, die Planung wurde in den letzten Jahren mehrfach aktualisiert und an die zeitgemässen Anforderungen angepasst. Mit dem offiziellen Spatenstich am 1. September 2025 unter Mitwirkung von Regierungsrätin Dr. Carmelia Maissen haben die Vorbereitungsarbeiten für den Tunnelbau gestartet.
In der ersten Phase wurde die Baustelle erschlossen sowie die Installationsfläche vorbereitet. Dazu war die Einrichtung einer Linksabbiegespur ab der Engadinerstrasse bei Arvins notwendig. Das Verlegen eines Feldwegs und diverser Werkleitungen sowie die Umlegung von Strom- und Abwasserleitungen waren ebenfalls Teil der ersten Bauetappe.
Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 83,5 Millionen Franken. Die Bauarbeiten dauern etwa acht Jahre, folglich dürfte die Fertigstellung für das Jahr 2033 erwartet werden.
Zeitplan
2025/2026
Als Vorarbeiten für den Bau der Umfahrung werden der Installationsplatz sowie die Zwischendeponie vorbereitet. Weiter wird die Linienführung des bestehenden Feldwegs angepasst sowie diverse Werkleitungen umgelegt.
2027
Erstellen des Voreinschnitt Arvins.
Start der Trasseebauarbeiten auf der Nordseite (Madulain) mit dem Anschluss Kreisel Gianda und der Innbrücke Madulain.
2028
Start der Bauarbeiten am Tunnel La Punt ab Voreinschnitt Arvins. Auf der Nordseite (Madulain) wird der Voreinschnitt erstellt.
2029
Abschluss der Trasseebauarbeiten auf der Nordseite mit dem Anschluss Madulain.
2030
Rückbau der bestehenden Innbrücke Madulain inklusive Umgebungsarbeiten.
2032
Abschluss der Tunnelarbeiten.
2033
Trasseearbeiten auf der Südseite (Arvins) mit Bau des Anschlusses La Punt sowie Abschlussarbeiten.
Quelle: Tiefbauamt Graubünden
Hier finden Sie eine Medienmitteilung des Kantons Graubünden.