Gefährliche Gebiete
Die Gefahrenzonen bezüglich Lawinen, Hochwasser, Rüfen, Murgänge usw. sind bekannt und im Gemeindezonenplan enthalten (kann auf der Gemeindekanzlei eingesehen werden).
Die Zonenpläne sind aufgrund von früheren Ereignissen, Hangneigungen, Bewaldungsanteil, Lawinenzügen usw. erstellt worden und werden von Fachleuten periodisch überprüft und falls nötig nachgeführt.
In der Gemeinde La Punt Chamues-ch befinden sich keine bewohnten Gebäude in der Lawinenzone. In Bezug auf die Lawinengefahr haben wir eine wesentlich bessere Situation als die Gemeinden Zuoz, Bever, Pontresina und Samedan. In der Lawinenzone befinden sich lediglich der obere Abschnitt der Schlittelbahn Albula, verschiedene Winterwanderwege, die Zufahrtsstrasse in den Weiler Champesch sowie einige Abschnitte der Langlaufloipen. Diese Gebiete werden bei Gefahr (normalerweise bei grosser Lawinengefahr, Stufe 4, rot) durch das Forstamt gesperrt
Funktion Lawinendienst
Wenn die Situation es erfordert (Schneefall wird angekündigt, Wärmeeinbruch usw.), wird vom speziell dafür geschulten Personal des Forstamtes regelmässig eine Beurteilung der Lage vorgenommen. Dazu stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung: Neben den sehr wichtigen Beobachtungen im Gelände wird die Wetterentwicklung über diverse Meteostationen regelmässig beurteilt. Das Forstbüro ist über Internet direkt mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos (SLF) sowie dem Interkantonalen Frühwarn- und Kriseninformationssystem (IFKIS) verbunden. Das System IFKIS verfügt über Messstationen im ganzen Alpenraum, welche über Funk Daten wie Neuschneehöhe, Wind, Temperatur, Temperaturen innerhalb der Schneedecke, Aufbau der Schneedecke und der Schneeoberfläche usw. übermitteln.
Aufgrund all dieser Informationen kann das Forstamt eine gute Gefahreneinschätzung vornehmen und falls nötig Massnahmen einleiten.